Modell-Projekt "Seniorenfürsorge" vorgestellt

Gemeinsam mit Pfarrer Birkenheier wurden Möglichkeiten für Synergie-Effekte im Rahmen des Modell-Projekts besprochen

 

Modell-Projekt „Seniorenfürsorge“ in der Verbandsgemeinde Mendig vorgestellt

„In Zeiten des zunehmenden strukturellen Wandels des Arbeits- und Familienlebens ist das Zusammenleben mit mehreren Generationen und eine ortsnahe helfende Hand aus dem Familienkreis oft keine Selbstverständlichkeit mehr. Das stellt das gesellschaftliche Leben vor die große Herausforderung Strukturen zu schaffen, die ein sorgenfreies Leben im Alter mit all den Facetten des Wohnens, Lebens, der Fürsorge und Pflege ermöglichen und diesem gerecht werden.“ So beschreibt Bürgermeister Jörg Lempertz das Ziel des Projekts der Seniorenfürsorge. Unterstützt durch die katholische Pfarreiengemeinschaft Mendig, traf man sich unlängst um die Vorgehensweise im Projekt gemeinsam zu besprechen.

 

Die Verbandsgemeinde soll bei diesem Projekt die zentrale Koordinationsstelle des Netzwerks sein. Bei Erkennen einer Notlage oder Problemstellungen finanzieller Art, ambulanter oder stationärer Betreuung oder auch Freizeitgestaltung und Begleitung zu Behördengängen wird das Netzwerk angefragt, aktiviert, sucht, berät und findet gemeinsam nach geeigneten Lösungsmöglichkeiten.

Mit der Seniorenfürsorge ist die Verbandsgemeinde Mendig eine Modellkommune des Kreises und wird damit sowohl vom Kreis Mayen-Koblenz gefördert als auch von Sozialwissenschaftler der Hochschule Koblenz im Netzwerkaufbau begleitet.

Neben dieser Seniorenberatung wird mit dem neuen Modell-Projekt der Seniorenfürsorge nun ein zweiter Schwerpunkt im Rahmen der Seniorenarbeit gesetzt.

Die Kirchen sind einer der stärksten Partner in der Seniorenarbeit und so wurde das Projekt Pfarrer Birkenheier als örtlichem Kirchenvertreter vorgestellt und Synergien gemeinsam besprochen. Das Projekt ist offen für weitere Gemeinden und Partner der Verbandsgemeinde, weshalb sich in Kürze weitere Gespräche mit entsprechenden Vertretern anschließen werden. Angestrebt wird ein gebietsübergreifender Strukturaufbau für ein starkes Netzwerk mit Partnern aus allen seniorenbezogenen Fachthemen.


Durch die Hochschule Koblenz wird als nächster Schritt die Analyse der Ehrenamtsstrukturen und die Gewinnung der Mitarbeit der ehrenamtlich bereits Tätigen sowie der an einer Mitarbeit interessierten Menschen stehen. Dieses wird koordiniert werden von der Seniorenbeauftragten Jenny Kaschner. In regelmäßigen Treffen auf Orts- oder Verbandsgemeindeebene gilt es Bedürfnisse zu ermitteln, Gesprächsthemen zu definieren und Möglichkeiten zu prüfen wie und mit welchem Angebot die Ehrenamtlichen weitergebildet und unterstützt werden können.

Gemeinsam mit der Katholischen Pfarreiengemeinschaft Mendig, die bereits mit ihrer Initiative „Regenbogen“ Erfahrungen gesammelt hat, sollen Möglichkeiten seiner seelsorgerischen Arbeit hat Pfarrer Birkenheier die Erfahrung gemacht, dass die Hemmschwellen Hilfe anzunehmen sehr hoch sind. Daher ist ein gemeinsamer Austausch und eine Kooperation aller Partner besonders wichtig.

„Wenn wir gemeinsam versuchen, die Hilfe dorthin zu bringen, wo sie gebraucht wird, dann haben wir einen großen Schritt getan, bekräftigte Bürgermeister Lempertz, zum Abschluss des Gesprächs, die Ziele des Modellprojekts.