Multimediavortrag "Vulkanfeld der Osteifel"

Multi-Media-Vortrag der "Ferienregion Laacher See" am Donnerstag, 16. März 2017
im Wappensaal  Rathaus Niederzissen

 

Vulkanisches in und um Rieden

Vulkanologen nennen es das „Vulkanfeld der Osteifel“ –
der Riedener Kessel ist neben dem Wehrer Kessel und dem Laacher See einer der drei großen Bimsvulkane der Region. Der Riedener Vulkan war vor 600.000 bis 400.000 Jahren aktiv und ist in dieser Zeit achtmal ausgebrochen. Die Eruptionen erfolgten aus fünf verschiedenen Kratern, die in der direkten Umgebung der Ortschaft Rieden sowie am Südwest-Fuß der Hohen Ley lagen.

Jeder Ausbruch erzeugte solch mächtige Aschewolken wie sie vom Ausbruch des St.-Helens-Vulkans in den USA im Jahre 1980 bekannt sind. Sie führten zu einer weiten Verbreitung großer Bims- und Aschenmengen - jeweils ca. 0,5 km3 -, die jedoch während der folgenden Eis- und Warmzeiten bis heute weitgehend erodiert wurden.

Die gewaltigen Aschenmengen bauten einen Tuffring um den „Kessel“ auf, der zwar immer wieder durch kräftige Erosion lokal zerstört, aber durch die Aschen der darauffolgenden Eruption erneuert wurde. Innerhalb dieses Tuffrings hat lange Zeit - vermutlich mehrere 10.000 Jahre - ein See existiert. Derzeit finden wir die Tuffe - das sind zu Stein verfestigte Aschen - nur noch in einem Umkreis von ca. 6 km um die Ortschaft Rieden. Sie wurden seit Jahrhunderten in zahlreichen Steinbrüchen abgebaut und zum Haus- und Kirchenbau verwendet. Heute sind nur noch wenige Abbaubereiche in Nutzung.

1984 hat Prof. Lothar Viereck den Riedener Kessel in seiner Dissertation bearbeitet. Nach dem spannenden „Tag des Geotops“ im September 2016 mit Prof. Viereck und Walter Müller lädt der Zweckverband Ferienregion Laacher See zu einem informativen, allgemein verständlichen Multi-Media-Vortrag in den Wappensaal des Niederzissener Rathauses ein.

Der Vortrag von Walter Müller beginnt am Donnerstag, dem 16. März 2017, um 19 Uhr und endet inkl. einer Pause um ca. 21 Uhr. Der Eintritt ist frei(willig).