Wettbewerbsunterlagen

Wettbewerbsunterlagen „KUNST AM BAU“ für den Umbau und die Erweiterung der Verbandsgemeindeverwaltung in Mendig


Wettbewerbsaufgabe:
Die in den beigefügten Plänen gekennzeichnete Situation soll eine künstlerische Ausgestaltung erfahren, die inhaltlich eine adäquate Beziehung zum Gebäudezweck und der Region aufnehmen und künstlerisch herausheben soll. Bei der Auswahl des Materials ist die ganz- und mehrjährige UV- u. Witterungsbeständigkeit gegen Umweltbelastungen Voraussetzung. Die zur Verwendung kommenden Materialien müssen so verarbeitet werden, dass keine Verletzungsgefahr auftreten kann und eine nachhaltige Instandhaltung ohne größeren Aufwand möglich ist. Die Einhaltung der entsprechenden Normen und gesetzlichen Vorgaben (z.B. Brandschutz) ist von dem/der Künstler_in zu gewährleisten. Da sich die Fläche der Kunst am Bau im Bereich eines Fluchtweges befindet, dürfen die verwendeten Materialen nicht brennbar sein. Bei Wandbekleidungen müssen die verwendeten Materialen mindenstens  so beschaffen sein, dass sie Anforderungen der Klasse B1 (nach DIN 4102/ EN 13501-1) „schwer entflammbar“ erfüllen.

Es besteht  keine Ver­pflichtung des Auslobers zur Ausführung, sofern der vorgelegte Gewinner-Entwurf dessen Erwartungen nicht entspricht.

Etwaige geringfügige Umänderungen des zur Ausführung bestimmten Entwurfs sind von dem/der Künstler_in ohne besondere Berechnung vorzunehmen.

Ggf. erforderliche Strom- und Wasseranschlüsse erfolgen bauseits. Die Fundamentierung erfolgt, entsprechend der Berücksichtigung der Statik nach Angaben des Künstlers, bauseits.

Der Auslober beauftragt den/die Künstler_in, den/die das Preisgericht aus den Interessensbekundungen zum Sieger des Verfahrens kürt, mit einem der Aufgabenstellung entsprechenden Entwurf und darauf folgend mit der Durchführung der Kunst am Bau-Maßnahme.

Hintergrundinformationen:
Die Verbandsgemeinde Mendig ist der Zusammenschluss der Stadt Mendig und der Ortsgemeinden Bell, Rieden, Thür und Volkesfeld im Herzen von Rheinland-Pfalz. Ein Ort in Deutschlands jüngster Landschaft, im Herzen der vulkanischen Osteifel.

Der größte Vulkanausbruch Mitteleuropas vor 13.000 Jahren prägte diese atemberaubende Landschaft rund um den Laacher-See. Eine Landschaft, die durch ihren Abwechslungsreichtum begeistert. Der jahrhundertelange Abbau von Natursteinen in unserer Heimat hat das Landschafts- und Ortsbild weiter geprägt und bis heute bewahrt. Eine Heimat, die Berge und Täler, Flüsse und Seen, Kulturdenkmäler und gastfreundliche Menschen zu einer Symbiose zusammenfügt.

Mit dem Anbau und Erweiterung wird das vorhandene und zum Teil unter Denkmalschutz stehende Rathaus um einen barrierefreien Sitzungssaal sowie zusätzliche Büroflächen erweitert. Das Gebäude verfügt über ein gläsernes Treppenhaus in halbrotunder Ausführung mit einem innenliegenden Treppenauge über 4 Geschosse.

Mit der Ausgestaltung der Kunst am Bau soll die Verbandsgemeindeverwaltung  im Zentrum, als kraftvoller Impuls  für das gemeinsame Miteinander der fünf angehörigen Gemeinden, die Elemente Feuer u. Wasser, durch die unsere Heimat ihr heutiges Gesicht erhalten hat, zum Ausdruck gebracht werden.

Dies soll in Form einer [Lichtinstallation / Installation / Glaskunst / Fotokunst/ Plastik ] im Gebäudeinneren zum Ausdruck gebracht werden und für den Betrachter von innen wie auch von außen deutlich wahrnehmbar sein.

Standort
Die für die künstlerische Ausgestaltung vorgesehene Fläche ist im beiliegenden Lageplan und Grundrisszeichnungen rot markiert.

 

Mendig, 14.07.2021

 

Verbandsgemeindeverwaltung Mendig

Fachbereich Bauwesen, Wasser u. Abwasser