Die Wiedergeburt eines Wahrzeichens von Mendig und Thür

Am 12. Juni 2013 fand in der Halle der Metall- und Kunstgießerei Pelikan in Bendorf-Mülhofen der Guss der neuen Statue der „Trinkenden“ statt. 

 

Das Original wurde 1901 von dem Berliner Bildhauer Professor Wenk geschaffen. Es zeigt eine junge Frau in anmutiger Haltung, die kniend nach vorne gebeugt aus der hohlen Hand Wasser trinkt. 1958 erwarb der damalige Reginarisbrunnen AG von den Nachkommen Wenks das Recht, eine Bronzefigur in Lebensgröße herstellen zu lassen. Den Guss übernahm damals die Gießerei der Kunstakademie Düsseldorf. Jahrzehntelang hatte die Statue an der Landstraße unweit des Firmengeländes ihren Platz. Sie wurde so zu einem unverwechselbaren Symbol für unsere Mineralquellen und die landschaftliche Schönheit unserer Heimat, bis sie im Januar 2012 von dreisten Dieben gestohlen wurde.

 

Doch Bürgermeister Lempertz ergriff die Initiative. In den Lagerräumen des ehem. Reginarisbrunnens fand man eine Originalform der Statue aus Gips, und großzügige Sponsoren stellten die Mittel zur Verfügung, um eine Wiederbeschaffung der Figur zu ermöglichen. Hierbei handelte es sich um Peter Frings, den heutigen Eigentümer des Brunnengeländes, die Kreissparkasse Mayen und die Volksbank RheinAhrEifel eG. Im März 2013 konnte der Auftrag an die Metall- und Kunstgießerei Pelikan erteilt werden. Umfangreiche Vorarbeiten waren zunächst erforderlich. Die Gipsfigur musste zum Firmensitz geschafft werden. Hier wurden in mehreren Arbeitsschritten Wachsrohlinge hergestellt und in feste Gießformen eingepasst.

 

Am vergangenen Mittwoch, kurz nach 15.00 Uhr, war es soweit. Die Mischung aus Kupfer und Zinn hatte die erforderliche Temperatur von 1.240 Grad erreicht und der rot glühende Tiegel konnte aus dem Schmelzofen gehoben werden.  Nach einer letzten Temperaturmessung begann der eigentliche Guss und Gießerei-Meister Kai Pelikan konnte mit einem Mitarbeiter die feurig leuchtende Flüssigkeit durch kleine Trichter in die Formen fließen lassen.

 

Am nächsten Tage kam die erlösende Nachricht, dass der Guss gelungen ist. Auf das Ergebnis können alle sich freuen. Die neue Statue soll im August aufgestellt und im Rahmen eines „Brunnenfestes“ der Bevölkerung übergeben werden. 

 
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