Rapsblütenwanderung in der Region

Rapsblütenwanderung in der Region beginnt am 28. April

 

Rapsfeld

Am 28. April können Sie bei der Rapsblütenwanderung unsere landwirtschaftlich geprägte Heimat auf dem Maifeld und in der Pellenz auf besonders intensive und attraktive Weise erleben.

Schon aus der Ferne ist das leuchtende Gelb der Rapsfelder zu erkennen. Keine andere Kulturpflanze prägt das Landschaftsbild des Maifeldes und der Pellenz wie der Raps.

Der Anbau von Raps in Mitteleuropa geht auf das 14. Jahrhundert zurück. Das daraus gewonnene Öl diente zunächst als Brennstoff für Öllampen. Durch die darin enthaltene bitter schmeckende und giftige Erucasäure war das Öl für den Verzehr weniger geeignet. Erst seit Mitte der 1970er Jahren wird Raps auch für die Produktion von Speiseöl angebaut. Das ist auch der Zeitraum in dem der Rapsanbau auf dem Maifeld und in der Pellenz seinen größten Aufschwung erfahren hat.

Bei den neuen Züchtungen wurde der Erucasäuregehalt von 50 auf nahezu 0 Prozent gesenkt. Aufgrund des hohen Anteils an ungesättigten und mehrfach ungesättigten Fettsäuren trägt Rapsöl zu einer gesunden Ernährung bei und ist somit eines der meist verwendeten Speiseöle in Deutschland. Bedeutung gewinnt der Raps in den letzten Jahren als Grundlage für die Erzeugung von Kraftstoffen oder als Rohstoff in der Industrie.

Auch aus Sicht der Landwirtschaft hat der Raps viele positive Eigenschaften. Raps ist eine gute „Vorfrucht“: Durch seine tief reichenden Wurzeln lockert er den Boden auf und verbessert somit die Bodenstruktur für die nachfolgenden Früchte, wie Weizen, Gerste und Roggen. Damit hinterlässt er ein „gutes Saatfeld“. In Deutschland wird hauptsächlich Winterraps angebaut. Die Aussaat erfolgt Mitte August, die den Winter überdauernden Pflanzen stehen in der Regel ab Ende April bis in den Mai in voller Blüte.

Aber: „Natur ist nicht planbar“. Dass der Blütezeitraum des Rapses variiert, konnten wir schon im Rahmen der letzten Rapsblütenwanderung 2011 – damals am 15. Mai - erfahren. Ein besonders warmes und trockenes Frühjahr ließ die Pflanzen schnell reifen, sodass zum Wandertag die Felder schon etwas blasser gelb gefärbt waren.

In diesem Jahr haben wir nun - nach dem zurückliegenden „Märzwinter“ - den umgekehrten Fall. Wie die meisten Pflanzen liegt auch der Raps hinter seinem „normalen“ Wachstum zurück und wir dürfen gespannt sein, ob sich pünktlich zum 28. April die Blüten zeigen werden. 

Heute ist die überwiegende Mehrzahl der Maifelder und Pellenzer Landwirte im Rapsanbau aktiv. Das rührt neben der wirtschaftlichen Attraktivität auch daher, dass sich der Raps gut in die heimischen Fruchtfolgen integrieren lässt. Der genaue Anteil verändert sich von Jahr zu Jahr – schätzungsweise nimmt der Raps heute in der Region etwa 20 bis 25 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche ein.

Das Projektteam „Landwirtschaft und regionale Produkte“ hat es sich zum Ziel gesetzt, mit praktischen Initiativen den regionalen Produkten und Arbeitsweisen mehr Geltung zu verschaffen. Neben der Rapsblütenwanderung gehörten dazu Aktionen wie der „Kartoffeltag“ 2010 oder der „Marktplatz regionale Produkte“ 2012.

Die Rapsblütenwanderung führt auf einer Strecke von etwa 11 km durch die Landschaft zwischen Welling, Kruft und Fraukirch. Auf dem Hof der Familie Nolden erfahren Sie viel Interessantes rund um den Raps. Ein vielseitiges Programm erwartet Sie und Ihre Familie. Dafür sorgen die Landfrauen, die Landwirtschaftskammer, das Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum, die Öhlmühlen Dreckenach, die Imkerei Ackermann und der Hofladen der Familie Esch u.v.m..

 Weitere Informationen zur Rapsblütenwanderung finden Sie unter www.region-maifeld-pellenz.de

 

 
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