Das neue Kabarett- und ComedyProgramm 2014

 

Das KIKERIKI THEATER wurde 1979 in Darmstadt gegründet und gab am 7. September 1980 seine erste öffentliche Vorstellung. 1984 hatte dann das erste abendfüllende Programm Premiere. 1993 wurde nach dreizehn Jahren Wanderschaft ein eigenes kleines Theater in Darmstadt eröffnet und bereits 1996 führte eine fast explosionsartige Nachfrage zur Eröffnung der COMEDY HALL, dem festen Haus der Truppe..

Der Stil und der Erfolg des KIKERIKI THEATERS entstand aus der Lust am „Machen“: Stücke schreiben, Puppen bauen, Dekorationen und Ausstattungen fertigen, komponieren, inszenieren uns spielen, spielen, spielen, spielen. Heute besteht das Ensemble aus neun Mitgliedern, die in wechselnder Besetzung spielen. Mittlerweile wurden über 6.900 Vorstellungen vor mehr als 1.300.000 Zuschauern vor stets ausverkauftem Haus  gegeben.

Und zu Gast ist man bei der „Mendig-Premiere“ mit dem Stück „Deppenkaiser“. Worum geht’s? Es gab da mal ein Dorf. Ein kleines feines Dorf mit kleinen feinen Häusern und mit lieben netten Leuten. Es waren sogar ganz besonders liebe nette Leute, denn sie waren immer besonders freundlich, besonders friedlich und vor allem besonders fröhlich.
Jeder Tag war ein Festtag und jeder Morgen war ein glücklicher Morgen, denn sie liebten ihr Dorf, sie liebten ihr Leben und am meisten liebten sie einander.Doch eines Tages geschah in diesem kleinen feinen Dorf mit seinen kleinen feinen Häusern und seinen lieben netten Leuten etwas, was dort noch nie geschehen war: Ein fremder Reitersmann stand plötzlich aufgedreht in ihrem Dorf. Welche Drehung die Geschichte durch den aufgedrehten Fremden nimmt und warum er allen solange den Kopf verdreht, bis sie letztendlich völlig überdreht sind, zeigt Ihnen diese dreigedrehte Dorfgeschichte. Und das ist absolut sehenswert. Eine Mischung aus Puppenspiel und Comedy. 1,3 Millionen begeisterte Zuschauer können nicht irren.

„Und das hängt net nur dran, dass die Grundstücke immer klenner werre un die Leut immer dicker… Irgendwann klingelts… unn… machscht de uff, steht die Umwelt vor der Tür. Unn saad. Ich sammle für die Grünen…“

Diese und noch viele andere schräge Prophezeiungen wird der Becker Heinz seinen Gästen im neuen Dudenhöffer-Programm servieren.
Typisch denkt dann der Kenner jauchzend, freut sich am Heinz-Geschwätz und weiß natürlich auch, dass der kauzige Privatphilosoph mit Baumarktlizenz nicht gerade feministische Züge zeigt, wenn dieser nach dem Namen der neuen Körperlotion seiner Frau Hilde sucht - wie hieß die noch gleich: ach ja doof.
Doch wenn es: Anschnallen! heißt im bequemen Theatersessel für immer wieder rasant satirische Glatteisfahrten, dann ist niemand wirklich vorbereitet. Unberechenbar wie ein gezuckertes Lutschbonbon, bei dem man nie weiß, wann sein saurer Kern auf der Zunge zerfließt und diese kleinen bitteren Explosionen wie Ahoj-Brause auslöst, zieht Dudenhöffer sein Publikum von einer launigen Nebensache zum politisch-korrekten No-Go. Man lacht mit Heinz und besonders über ihn; wenn Dudenhöffer meisterhaft an die Abgründe der Volksseele führt … und durch die Übertreibung doch weit darüber stehen und ganz klar auf Distanz gehen lässt.
Da heißt es für zwei Stunden den Sicherheitsgurt noch fester zu ziehen … und hinein ins Vergnügen.
In über dreißig Jahren Becker Heinz setzt sich Qualität einfach durch, ohne je langweilig zu werden. Immer wieder überrascht und überzeugt Dudenhöffer durch sein großartiges Schauspiel, sein unnachahmliches Minenspiel, sein meisterhaftes Nichtsagen…bei messerscharfem Wortwitz und verblüffende Komik.
Die Welt rückt näher - auch „wenn der Weltuntergang abgesaad is, der nägschte wär sicher…aber das wär erscht an dem Tag, wo der Berliner Flughafe ferdich wird. Bis dorthin hann se Stuttgart 21 schon zum dritten mo neu tapeziert. Ma lacht, awer’s stimmt!“
Die Welt rückt näher - ein Muss für alle Dudenhöffer-Fans und für alle, die unter Kabarett und guter Unterhaltung solides komödiantisches Handwerk verstehen, was feinste Kalauer, präzise Pointen und Satire im besten Sinne verspricht.

Sex im Alter, Knatsch im Treppenhaus, Rambazamba beim Seniorentanz. Herbert Knebel steppt auf jedem Parkett – nun auch mit seinem dritten, komplett neuen Solo-Programm „Ich glaub, ich geh kaputt...!“. Vordergründig parodiert er ja den durchschnittlichen Pilsverkoster von der Trinkhalle. Nur mit einem wesentlichen Unterschied: Knebel erzählt mit so subtiler Schläue, dass man den tieferen Sinn zuerst gar nicht mitbekommt – und dann umso befreiter auflacht.

Was modern ist, außergewöhnlich oder gar unfassbar, bringt er mit Hintersinn zurück auf den Boden der Tatsachen. Knebel verknüpft seine Geschichten ganz locker zu einem Gesamtbild der Ruhrstadt und ihrer Bewohner, einfacher Leute, deren Gewitztheit man besser nicht unterschätzen sollte. Und das schon seit 20 Jahren.  Wenn Herbert Knebel also nun persönlich sagt: „Ich glaub, ich geh kaputt...!“, dann kann man nicht widerstehen, da geht man einfach mit.

Ich habe einen schönen Beruf. Ständig machen sich Gegner und Fans Gedanken über meine Auftritte. Sie schreiben, sie sprechen mich auf der Straße an: „Herr Rogler, ich erzähle Ihnen jetzt was. Das müssten Sie mal auf der Bühne oder im Fernsehen sagen!“

Einverstanden. Denn ich bin immer wieder erstaunt, wie aufmerksam die Bürgerinnen und Bürger das gesellschaftliche Leben und die Politik verfolgen. Selbst wenn bei manchen Anregungen eine Verbindung vom Maul zum Gehirn oft nur schwach feststellbar ist. Aber auch das gehört auf die Bühne. Man soll dem Volk ja auf’s Maul schauen. Und das lohnt sich. Neulich meinte einer: „Das Rauchen in der Kneipe verbieten sie – aber mit den Plastiktüten werfen sie nur so um sich! Ich habe noch nie gehört, dass ein Fisch durch das Passivrauchen gestorben ist.“ Ja, wir alle gemeinsam müssen täglich den geistigen Müll entsorgen. Ich spiele dabei gerne den Frontmann. Nach meinem Lebensmotto: „Immer mit dem Geist der Machtlosen gegen die Macht der Geistlosen!“ Und dabei den Humor nicht verlieren.

„Ich weiß, dass ich nichts weiß“. Das berühmte Zitat des griechischen Philosophen Platon trifft auf jeden von uns zu – natürlich auch auf Top-Comedian Guido Cantz. Aber der „Verstehen Sie Spass“-Moderator tut alles dafür, damit das nicht so bleibt. Für sein aktuelles Buch „Cantz schön clever“ durchkämmte Cantz monatelang das gesammelte Weltwissen und förderte verblüffende Fakten zutage, die er seinen Lesern auf gewohnt komische Weise präsentiert. Lernen und Lachen – Guido Cantz vereint diese beiden vermeintlichen Gegensätze auf höchst unterhaltsame Art!

Dieser ebenso spannende wie lustige Kreuzzug gegen die Volksverdummung findet jetzt endlich auch live seine Fortsetzung: In seiner neuen, interaktiven Comedy-Bühnen-Show „Cantz schön clever – live!“ fordert Guido Cantz sein Publikum heraus, wie es vor ihm noch niemand getan hat. Es geht unter anderem darum, wie man mit einer Banane eine Flasche Bier öffnet, was ein Metronym ist oder wie Gott mit Vornamen heißt. Lachen, lernen und gewinnen – das gibt es nur bei „Cantz schön clever – live!“

Natürlich präsentiert sich Guido Cantz nicht nur als lustiger Schlauberger, er bringt auch andere Stärken auf die Bühne: Wieder einmal beweist er, dass er zu den führenden Standup-Künstlern des Landes zählt. Die Comedy-Fans erleben Guido Cantz als vielseitigen Musiker: Am Flügel erfreut der Blondschopf mit nagelneuen und hochkomischen Songs aus dem Leben eines Klugscheißers.

Die Kleinkunst hat gegenüber der bildenden Kunst einen Nachteil: Kabarettisten kann man nicht übers Sofa hängen. Wenn man’s doch tut, passt er womöglich nicht recht zur Couchgarnitur. Dennoch kann auch Kleinkunst bildende Kunst sein: „Der Künstler ist anwesend“ ist der Titel eines Programms, das bildende Kunst und Kleinkunst genussreich vereint. Nach diesem Parforceritt durch die Kunstgeschichte wissen sie genau, was über Gotik und Romanik zum Barock mit Rubens sprichwörtlichem Fleisch dicker Frauen führte. Und warum Marcel Duchamp für die Kunst der Fluch der Keramik wurde.

Sie werden sich nie mehr auf einer Vernissage blamieren und rufen: „Die rote Skulptur finde ich am besten.“ Gefolgt von der niederschmetternden Bemerkung des Galeristen: „Das ist unser Feuerlöscher!“ Hier können Sie auf das Angenehmste ihre wenigen Wissenslücken schließen und sind am Ende selbst Künstler. Ein Bild kann man malen. Wenn es niemand erwerben möchte, hängt man es halt in die Diele. Die Kleinkunst jedoch findet ohne Sie als Zuschauer erst gar nicht statt. Wenn keiner kommt, fällt es aus. Das Kunstwerk entsteht erst gar nicht ohne Sie. Josef Beuys forderte einst die soziale Plastik – hier entsteht sie endlich in der Fett-Ecke des rheinischen Humors.

Wenn am Ende des Abends alle beim Freibier anstatt Zugabe zusammenstehen und sich das Eintrittsgeld wieder heraustrinken, heißt die lebende Skulptur „Die Künstler sind anwesend“. Oder wie die Rheinische Post titelte: „Jürgen Becker fesselt 600 Besucher.“

 

Alle Veranstaltungen finden in der Mendiger Laacher-See-Halle statt. Beginn ist jeweils um 20.00 Uhr, Einlass: 19.15 Uhr.

Hinweise:

Karten für die einzelnen Veranstaltungen gibt’s  ab sofort bei:

Tabakwaren Blum, Poststrasse 27, 56743 Mendig, Tel.: 02652-4462

Und natürlich kann man alle Gastspiele im Abonnement erwerben. Das Abo bietet einen deutlichen Preisnachlass und garantiert bis 5 Min. vor der Vorstellung einen reservierten Platz. Abobestellscheine gibt es noch bis zum 01. Februar ebenso bei Tabak Blum wie auch beim Kulturamt der Verbandsgemeinde unter info@mendig.de.

 
Cookies optimieren die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
"OK"