Seniorentaxi

Seniorentaxi in Mendig gestaltet das Leben flexibler

 

In der heutigen Zeit sind die Folgen des demografischen Wandels bereits im Mobilitätsbereich vielerorts spürbar. Da die Mobilität ein unbestreitbar wesentlicher Teil der Daseinsvorsorge ist, gehört die Sicherung umfassender Mobilität zu den politischen Herausforderungen des demografischen Wandels. Menschen wollen und sollen flexibel und unabhängig bleiben. Auch im vorangeschrittenen Alter will der Mensch den Anschluss an unserer Gesellschaft und am gesellschaftlichen Leben beibehalten. Hier sind nun neue Lösungsansätze für Mobilitätsangebote und in erster Linie Kreativität und Ideen gefragt. Dieser Herausforderung hat sich die Verbandsgemeinde-verwaltung gestellt.  “Wir wollen dies unterstützen, haben uns hierzu unsere Gedanken gemacht und bieten ab sofort das „Seniorentaxi“an. Rund 15 % der Bürgerinnen und Bürger der VG Mendig sind über 70 Jahre alt. Wer nicht selbst mobil ist, hat Probleme am öffentlichen Leben teilzunehmen.“, so Bürgermeister Jörg Lempertz. Körperliche Beschwerden oder Sehschwächen machen es oft unmöglich mit dem eigenen Kraftfahrzeug mobil zu bleiben. Einkaufsbesorgungen, Arztbesuche und die Teilhabe am öffentlichen Leben werden dadurch oftmals eingeschränkt. Viele ältere Menschen überlegen es sich überhaupt das Haus zu verlassen. Ab sofort haben Seniorinnen und Senioren der VG Mendig, die das 70. Lebensjahr vollendet haben sowie Schwerbehinderte mit dem Schwerbehindertenausweis (Merkzeichen G, H oder BL) die Möglichkeit, das Seniorentaxi in Anspruch zu nehmen. Den Seniorinnen und Senioren kann auf diesem Wege die Mobilität und Teilhabe am öffentlichen Leben erleichtert werden.

Für die Umsetzung des Seniorentaxis konnten das Taxiunternehmen Bell, Mayen und der Funkwagendienstleister Nourshahi, Bell als Projektpartner gewonnen werden. Die Verbandsgemeinde Mendig fördert innerörtliche Fahrten, Fahrten zwischen den Ortsgemeinden und der Stadt Mendig, innerhalb der Verbandsgemeinde Mendig und Fahrten, deren Ziel außerhalb der Verbandsgemeinde liegen. Erstattet wird der halbe Fahrtpreis, jedoch maximal 8,00 € pro Fahrt. Der Förderbetrag wird direkt vom Fahrpreis abgezogen. Der Fahrgast muss dem Taxifahrer lediglich nachweisen, dass er das 70. Lebensjahr vollendet bzw. den Schwerbehindertenausweis vorlegen. „Das Seniorentaxi ist für den ländlichen Raum ein Zusatzangebot “, so Lempertz. „Wir freuen uns auf eine rege Nutzung des Seniorentaxis durch unsere Seniorinnen und Senioren“, so der Seniorenbeauftragte der Verbandsgemeinde, Christian Gelhard.

 
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