Flüchtlinge starten hoffnungsvoll nach Trier


Gemeinsamer Antrieb ist die Hoffnung
Ein wichtiger Tag im Leben der Flüchtlinge. Beschleunigtes Verfahren ermöglicht Asylantrag und Anhörung an einem Tag.

 

In den frühen Morgenstunden war es nun soweit. Am Dienstag, den 6. September, starteten die ersten Flüchtlinge ihren Weg nach Trier. Dorthin hatte die Außenstelle des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) eine erste Gruppe syrischer Asylsuchender eingeladen, um ihnen die Möglichkeit zu geben, innerhalb eines Tages ihren Asylantrag zu stellen und die für die Entscheidung des Asylverfahrens wichtige Anhörung zu absolvieren. Im Vorfeld wurden die Asylsuchenden von ehrenamtlichen Helfern des Deutschen Roten Kreuzes und der Caritas als Hilfestellung über das Interview mit den Entscheidern informiert und auf die Anforderungen des Tages eingestellt. Vorrangig werden zunächst die aus Syrien stammenden Flüchtlinge zur Außenstelle des BAMF eingeladen, in den nächsten Wochen folgen zeitnah afghanische und pakistanische Asylsuchende.
Mit den jeweiligen Bescheiden und damit der Mitteilung über den persönlichen Aufenthaltsstatus wird möglichst zeitnah bis Ende Oktober gerechnet. Gemeinsamer verbindender Gedanke ist bei allen Reiseteilnehmern die Hoffnung. In diesem Sinne begrüßte der Flüchtlingskoordinator der Verbandsgemeinde Mendig, Joachim Plitzko, die Reiseteilnehmer und gab ihnen begleitend die besten Wünsche mit auf den Weg. „Heute ist ein wichtiger Meilenstein, der alle Beteiligten der Planungssicherheit und Ihrem Ziel einen großen Schritt näher bringt: den Asylbewerbern mit Bleibeperspektive einer selbstbestimmten und eigenverantwortlichen Zukunftsgestaltung, den Helferinnen und Helfern sowie allen Mitarbeitern in der kommunalen Flüchtlingsbetreuung der langfristigen Integration.“ resümiert Joachim Plitzko.

Seit fast einem Jahr haben bis zu 190 Menschen, die vor Krieg, Verfolgung und lebensbedrohlichen Lebensumständen geflohen waren, in der Verbandsgemeinde Mendig einen ersten sicheren Aufenthaltsort gefunden. Im Rahmen der Erstversorgung erhielten Sie durch den Fachbereich Asyl und Integration der Verbandsgemeindeverwaltung Mendig Wohnraum zugewiesen sowie Hilfestellung für das alltägliche Leben wie z.B.: Unterstützung bei der ärztlichen Versorgung, der Unterbringung von Kindern in Kindergärten und Schulen, erste Sprachkurse bei der VHS und Familienbildungsstätte u.v.m.. Diese Form der Flüchtlingsbetreuung wäre ohne das tatkräftige und ehrenamtliche Engagement vieler Bürgerinnen und Bürger der Verbandsgemeinde Mendig nicht möglich gewesen und weiterhin nicht möglich – Ihnen allen gebührt unser Dank und Respekt für Ihre Leistung.“ bedankt sich Jörg Lempertz, Bürgermeister der Verbandsgemeinde bei allen Unterstützern. Denn eine Vielzahl von Initiativen und Institutionen heißen Flüchtlinge Willkommen, fördern die Integration der Neuankömmlinge in das Gemeinschaftsleben und bieten eine Kommunikationsplattform für den gemeinsamen Austausch. Neben den kirchlichen Institutionen beider Konfessionen sowie den Hilfseinrichtungen des Deutschen Roten Kreuzes und der Caritas bieten in Mendig das Kaffee „Kunterbunt“ jeweils jeden 2. und 4. Freitag im Monat sowie die Initiative „Mendig hilft“ an jedem Samstag einer geraden Woche allen bedürftigen und interessierten Menschen aus der Verbandsgemeinde Hilfestellungen für das alltägliche Leben und einen Treffpunkt für Kommunikation im Zuge der Flüchtlingshilfe an.

Bereits heute leisten erste Asylbegehrende durch ihre unterstützende Tätigkeit beim Bauhof und auf dem Friedhof der Stadt Mendig, in der kommunalen Verwaltung und im sozialen Bereich Ihren Beitrag am Gemeinschaftsleben. Um diese ersten Schritte zu einem strukturierten Lebensalltag langfristig erfolgreich fortzuführen und eine Planungssicherheit mit Zukunftsperspektive für alle Beteiligten zu ermöglichen, ist dieser Tag der Antragstellung und Anhörung ein wichtiger Schritt im Asylverfahren. Mit einem positiven Entscheid über die Asylberechtigung erhalten die Asylbewerber einen offiziellen Status und erhalten die Möglichkeit des Zugangs zum Arbeitsmarkt und zu Integrationskursen, machen Sie zu gleichgestellten Bürgern mit allen Rechten und Pflichten in unserer Mitte. 



Bildunterschrift:
Das Team der Flüchtlingskoordination der Verbandsgemeinde Mendig begrüßte die heutigen Reiseteilnehmer kurz vor ihrem Start zur Außenstelle des BAMF nach Trier.
Joachim Plitzko, 1. Beigeordneter der Verbandsgemeinde Mendig und Flüchtlingskoordinator (3. v. re.) sowie Christopher Wittig (2. v. re.)und Stefan Hilger (1. v. re.) aus dem Fachbereich Familie, Schule, Ordnung und Soziales, die sich um die Themen Asyl und Integration in der Verbandsgemeindeverwaltung kümmern.


 
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