Sommerferienbetreuung an der Grundschule Mendig

Unser diesjähriges Motto „Schlangen, Schiefer, Schlemmereien“ – das Sommerferien-Programm der betreuenden Grundschule Mendig war wieder vollgepackt mit Angeboten und Aktionen für die Kinder

 

Die Gestaltung der diesjährigen Sommerferienbetreuung wurde auch in diesem Jahr traditionell mit den Kindern in der Kinderkonferenz entwickelt, ausgearbeitet und geplant, mit ausreichend Freiraum für spontane Aktivitäten, die ebenfalls möglich sein sollen. So ergab sich auch in diesem Jahr ein vielseitiges Programmangebot, das flexibel an die schwankungsvolle Sommerwettersituation angepasst werden konnte.


Einen festen Bestandteil bildet dabei immer einmal der Besuch des Tolli- Parks, der sich -bei sommerlicher Hitze- mit seiner Vielzahl an Wasserspielen, für die genau richtige Abkühlung der bewegungshungrigen Schulkinder, von seiner allerbesten Seite präsentieren konnte.

Zum ersten Mal im Ferienprogramm war der Zoo Neuwied. Einigen Kindern war der Besuch bereits von Ausflügen mit der Schule oder den Eltern bekannt, als aber Frau Hickmann (Zooführerin) den Kindern über das Leben der Raubkatzen, deren Verhaltensweisen, Eigenarten und Lebensräumen berichtete, hätte man eine Stecknadel fallen hören können. Ein Feuerwerk an Fragen ging auf die erfahrene Zooführerin nieder, die diese mit großer Verwunderung, aber immer sehr geduldig und fachmännisch beantwortete. Wirklich still war es dann nur als man im Exotarium, sicher hinter Glas zwar, aber doch in greifbarer Nähe den wirklich großen Schlangen, der Anakonda und der Python gegenüberstand.

Ein Besuch des Schieferbergwerks in Mayen, sowie die Fahrt hierhin mit dem Zug, für viele die erste Zugfahrt des Lebens, bildete einen Höhepunkt innerhalb der zweiten Woche. Gerade die Jungs fühlten sich vor allem  von Herrn Heilmann, der die Führung an diesem Tag übernahm angesprochen. Herr Heilmann berichtete eindrucksvoll über das Leben und Arbeiten der Bergleute unter Tage, sowie über das Bearbeiten und die Gewinnung von qualitativ hochwertigem Schiefer. Die Kinder konnten den Klang des Schiefers, sowie das Material begutachten und mit allen Sinnen erfahren. Besonders spannend war dann zum Abschluss die Fahrt mit der Lore durch den virtuellen Berg, eine Fahrt, rasant wie mit der Achterbahn.

Sport und Spiel waren wie jedes Jahr stark nachgefragt. Jeden Tag wurden Mannschaften gebildet für allerlei Ballsportarten. Der Sommer war geprägt von kleineren Spielaktionen in und rund um die Grundschule, wobei Wasser- und Bewegungsspiele genauso angenommen wurden, wie Konzentrationsspiele, oder Spiele, die das Gemeinschaftsgefühl der Kindern fördern und verstärken.

Ein reichhaltiges Kreativangebot wird immer mit großer Begeisterung von den Schülern angenommen. Allerlei kunstvolle Acrylbilder mit unterschiedlichen Materialien und Techniken auf Leinwand wurden gestaltet. Eine spontane Aktion entstand auf dem  Weg zur Caritas-Kantine, als die Kinder einen alten Holzstuhl im bereitgestellten Sperrmüll entdeckten, den sie zu einem Geburtstagsstuhl umfunktionieren wollten. So entwickelte sich ein kleines Kunstprojekt: Vom  Abschleifen des Stuhls, über die Diskussion und Abstimmung verschiedener Designentwürfe, der Material- und Farbliste bis hin zum konkreten Zeit- und Arbeitsplan, wird dieses gemeinschaftliche Kunstprojekt noch über die Ferienbetreuung fortgeführt.

Das Kochen ist mittlerweile ein unverzichtbarer Bestandteil innerhalb der Betreuungstage. Unter der Anleitung von Frau Geilen kamen die Kinder aus dem Schlemmen nicht mehr heraus. Angefangen mit der Herstellung von frischem Obstsalat, kindgerechten Kartoffelsalat, sowie dem Grillen von Würstchen und Marshmellows mit Keksen, oder Nudeln mit selbstgemachter Tomatensoße und selbstgemachten Pudding wurden die Kinder an mehreren Tagen verwöhnt. Das Backen mit den Kindern wurde von der Leitung Frau Borgert-Kaiser übernommen. So gab es in der ersten Woche Käsekuchen, Schokoladenkuchen und an einem wärmeren Tag lernten die Kinder wie man Blitz-Eis herstellen kann.

Am letzten Tag wünschten sich die Kinder noch eine Dunkeldisco mit lauter Musik und natürlich einer Discokugel, woran natürlich alle teilnahmen und ausgelassen dazu getanzt und gespielt wurde.

Diese positiven Erfahrungen führen nicht zuletzt dazu, dass die Kinder durch die Vielschichtigkeit der Angebote ihren Erfahrungs-und Erlebenshorizont erweitern konnten, wodurch sie Selbstvertrauen erwerben und festigen konnten, welches sicherlich mit in den Schulalltag genommen wird. Ein weiterer, kleiner Baustein für die Reifung zum Jugendlichen und eine große Freude dies zu beobachten, aber vor allem auch eine große Freude für alle Beteiligten: Kinder, Eltern und Betreuer.

 
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