Montessori-Schule "Sonnenschein" eröffnet

Erste Montessorri-Schule im Landkreis Mayen-Koblenz in Mendig eröffnet.

 

Mendig. Am 06. August öffneten sich für die 9 Schüler der Montessorri-Schule, mit dem schönen Namen Sonnenschein, die Türen zu ihrer neuen Schule.

Über den ganzen Sommer haben in dem Haus in der Bahnstraße in Mendig Eltern und die Initiatorin des Projektes Ramona Erwen das ehemals genutzte Bürogebäude für die schulische Nutzung, umgestaltet und umgebaut.

So zeigte sich  Ramona Erwen bei der offiziellen Einweihung am vergangenen Montag auch glücklich darüber, dass nicht nur die Eltern hinter dem Projekt stehen, sondern auch die kommunale Politik. Als die ersten Ideen zu einer solchen Einrichtung im September 2016 durch die Gründung eines gemeinnützigen Vereins Formen angenommen hatten, rechnete zunächst niemand damit, dass sich die Idee einer Schule so schnell umsetzen ließe. Als man auch über einen eventuellen Standort in Mendig nachdachte, fand Ramona Erwen in Bürgermeister Jörg Lempertz einen Unterstützer der Idee. Denn „jede Menge Mut mit einer klaren Vision und der Glaube an den Erfolg“, so  Lempertz in seiner Begrüßungsrede vor der herrlichen Kulisse der imposanten Basaltfassade der neuen Schule, „haben mich bereits beim ersten Gespräch mit frau Erwen fasziniert. Ich mag Menschen, die mit einer klaren Vorstellung Dinge anpacken und etwas verändern wollen. Es sind die Macher und nicht die Langweiler, die Träume in die Tat umsetzen. Deshalb war es für mich eine Freude, bei der Vermittlung der Immobilie hier in Mendig behilflich zu sein“, unterstrich Bürgermeister Lempertz sein Engagement für die Idee einer weiteren Schulform für die Verbandsgemeinde Mendig.

„Nicht zuletzt sind wir natürlich stolz im Landkreis Mayen-Koblenz die erste Montessorri-Schule eröffnen zu dürfen.“

 
Mendigs Stadtbürgermeister Hans-Peter Ammel, Schulleiterin Ulrike Arms, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Mendig Jörg Lempertz, Elternvertreterin Sandra Franz, Projektleiterin und Initiatorin der Schule Ramona Erwen sowie Dr. Silke Allmann vom Pädagogischen Institut der Uni Koblenz-Landau freuen sich gemeinsam mit den Schülern der Montessori-Schule Sonnenschein über den Schulstart in Mendig.

Foto: Verbandsgemeinde Mendig

Maria Montessori entwickelte ein pädagogisches Bildungskonzept in der ersten Montessorri-Schule bereits im Jahr  1907 in San Lorenzo und entwickelte es stetig weiter. Das Konzept fußt auf dem Bild des Kindes als „Baumeister seines Selbst“. Die Zeitspanne vom Kleinkind bis zum jungen Erwachsenen gliedert sich in verschiedene Entwicklungsphasen, mit denen gleichzeitig auch verschiedene Lernerfahrungen einhergehen.  Der Grundgedanke der Montessoripädagogik ist die Aufforderung „Hilf mir, es selbst zu tun“. Die Begründerin der der neuen Pädagogik, Maria Montessori,  glaubte an den Eigenwert des Kindes und lehnte daher auch traditionelle Standards ab. Kinder sollten stattdessen frei lernen, ohne Behinderung und Kritik. Montessori glaubte, dass sowohl Belohnungen als auch Strafen schädlich sind für die innere Einstellung des Menschen. Kinder sind ganz natürlich aus ihrer eigenen Motivation heraus lernwillig. Vor allem deshalb, weil es in ihrer Natur liege, am erwachsenen Leben teilhaben zu wollen.

Dies unterstrich auch Dr. Silke Allmann vom Institut für Pädagogik an der Universität Koblenz/Landau, bei ihrer Gratulationsrede.  „Das Kind steht im Mittelpunkt aller pädagogischen Überlegungen. Die Montessori-Pädagogik hat gleichzeitig auch einen überaus bedeutsamen Ansatz, der nicht Inklusion betreiben muss, weil er von Anfang an nicht exkludiert, also ausschließt“, bekräftigte Frau Dr. Allmann den Ansatz der Montessorri-Idee, die heute aktuell bei vielen anderen pädagogischen Ansätzen zu erleben sind.

 
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