Senioren stehen im Mittelpunkt

 

Gründung eines Netzwerkes für die Seniorenfürsorge steht bevor

Seniorinnen und Senioren sind heute aktiver, gesünder und selbstbewusster denn je.

Jeder vierte Bürger zählt mittlerweile zur Bevölkerung der über  60 jährigen, mit stark ansteigender Tendenz. Daher hat  die Verbandsgemeinde Mendig bereits vor Jahren ein Maßnahmenprogramm auf den Weg gebracht, das sich an den Bedürfnissen von Seniorinnen und Senioren orientieren soll.

Mit dem Seniorentaxi wurde 2014 eine Möglichkeit zur Steigerung der Mobilität geschaffen. Eine Seniorin oder ein Senior ab dem 70. Lebensjahr können bis zu 48 Mal im Jahr mit dem Seniorentaxi fahren. Pro Taxifahrt spart man so den halben Fahrpreis oder maximal 8 Euro.

In Punkto Sicherheit geht man in der Verbandsgemeinde Mendig mit dem Konzept der Seniorensicherheitsberater den Weg der Prävention. Vier Seniorensicherheitsberater stehen zu allen sicherheitsrelevanten Fragen zur Verfügung. Regelmäßig informieren die Seniorensicherheitsberater zu Themen wie Diebstahlschutz und Enkelgeschäften, Haus und Einbruchsicherung sowie aktuell zu Betrugsmaschen im Internet. Anfragen zu diesen Themen werden über die Seniorenberaterin koordiniert.

Seit 15 Jahren erfreuen der Seniorentag und die Seniorenfahrt die Seniorinnen und Senioren in der Verbandsgemeinde und zählen zu den beliebtesten Veranstaltungen in der Region. Mit regelmäßig bis zu 500 Teilnehmern findet im Jahreswechsel einmal ein Ausflug oder ein Unterhaltungsnachmittag  beim Gambrinus-Fest statt. „Immer wieder schöne Tage“, das bestätigt auch der Bürgermeister Jörg Lempertz. „Wir haben den älteren Menschen unserer Heimat viel zu verdanken. Es ist nicht nur unsere moralische sondern auch unsere gesellschaftliche Pflicht etwas davon im Rahmen unserer Möglichkeiten zurück zu geben.“

Auch in Zukunft werden bei der Verbandsgemeinde Mendig die Belange und die Bedürfnisse der Seniorinnen und Senioren ernst genommen.

So zum Beispiel auch im Bereich der Fürsorge.  Die Verbandsgemeinde Mendig ist hier Modellkommune für den Landkreis Mayen-Koblenz.  Das Projekt „Seniorenfürsorge“ wird ein weiterer Baustein in der kommunalen Seniorenarbeit sein und das Fundament für eine regionale Vernetzung der Möglichkeiten und Hilfen bilden. Gemeinsam mit Sozialwissenschaftlern der Hochschule Koblenz sollen Synergien zwischen ehrenamtlicher und professioneller Hilfe im Alter hergestellt und entwickelt werden und zugleich die Kommunikation der Helfenden untereinander stärker verbunden werden.

Erste Vorgespräche für die Netzwerkgründung im Rahmen des  Modell-Projektes „Seniorenfürsorge“ haben bereits stattgefunden. Hier Pfarrer Ralf Birkenheier im Gespräch mit der Seniorenbeauftragten der Verbandsgemeinde, Jenny Kaschner, dem 1. Beigeordneten Joachim Plitzko und Bürgermeister Jörg Lempertz.


„In Zeiten des zunehmenden strukturellen Wandels des Arbeits- und Familienlebens ist das Zusammenleben mit mehreren Generationen und eine ortsnahe helfende Hand aus dem Familienkreis oft keine Selbstverständlichkeit mehr. Das stellt das gesellschaftliche Leben vor die große Herausforderung Strukturen zu schaffen, die ein sorgenfreies Leben im Alter mit all den Facetten des Wohnens, Lebens, der Fürsorge und Pflege ermöglichen und diesem gerecht werden“, beschreibt Bürgermeister Jörg Lempertz das Ziel des Projekts der Seniorenfürsorge.

Nachdem in den Vorgesprächen die Bürgermeisterkollegen Hans Peter Ammel (Mendig), Bernd Merkler (Bell), Rainer Hilger (Thür), Andreas Doll (Rieden) und Rudolf Wingender (Volkesfeld) ebenso ihre Unterstützung zugesagt haben wie auch Pastor Birkenheier (kath. Pfarreiengemeinschaft Mendig) und das Mendiger Caritaszentrum, beginnt nun der Aufbau des Netzwerkes für die Seniorenfürsorge. Hierzu sucht die Verbandsgemeinde Mendig Ehrenamtliche, die bereits heute im Bereich Seniorenarbeit tätig sind. Durch deren Erfahrung und Einschätzung sollen Hemmschwellen abgebaut und die Verbindung von offiziellen Stellen, professionellen Hilfen und der Ehrenamtsstruktur geschaffen werden.

Konkret heißt das, die Verbandsgemeinde Mendig sucht ehrenamtlich oder nachbarschaftlich engagierte Menschen, die bereits heute älteren Menschen bei der Bewältigung des Alltags helfen und dadurch einschätzen können, wo eine helfende Hand oder auch monetäre Unterstützung fehlt. Von dort soll der Impuls an die Seniorenberaterin der Verbandsgemeinde gegeben werden, so dass von dieser Schnittstelle weitere Schritte zur gezielten Hilfe eingeleitet werden können.

Den entsprechenden Anmeldebogen zum Beitritt ins „Netzwerk Seniorenfürsorge“ hält die Verbandsgemeinde Mendig bereit. Weitere Infos zur Thematik auch gerne unter 02652-980031.

 
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