Unterstützung für Unternehmer in Zeiten von COVID-19

 

Kleinbeihilfenregelung_Bund_2020

CoronaSoforthilfen_Bund

Bearbeitungshinweise_Antragsverfahren

FAQ's

Datenschutz


!!! Hinweise zur Antragstellung !!!

1. Ermitteln Sie die Vollzeitäquivalente der Beschäftigten Ihres Unternehmens. 
-Antragsberechtigt sind Unternehmen mit Sitz in Rheinland-Pfalz bis zu 10 Beschäftigten. Die Beschäftigtenzahl errechnet sich nach so genannten Vollzeitäquivalenten.
- Für die Berechnung der Vollzeitäquivalente von Teilzeitkräften und 450-Euro Jobs in Vollzeitäquivalenten gelten folgende Faktoren:

+ Beschäftigte bis 20 Wochenarbeitsstunden = Faktor 0,5,
+ Beschäftigte bis 30 Wochenarbeitsstunden = Faktor 0,75,
+ Beschäftigte über 30 Wochenarbeitsstunden = Faktor 1 und
+ Beschäftigte auf 450 Euro-Basis = Faktor 0,3.
+ Auszubildende können mit dem Faktor 1 berücksichtigt werden (dies ist Ihnen bei der Antragstellung freigestellt).

2. Halten Sie eine der folgenden Nummern bereit:
- Handelsregisternummer
- Betriebsnummer
- Umsatzsteuer-ID
- Steuer-ID

3. Halten Sie Scans oder Kopien der folgenden Unterlagen bereit:
- Vorder- und Rückseite des Personalausweises oder eines vergleichbaren Legitimationspapiers
- Gewerbeanmeldung oder Handelsregisterauszug oder letzter Steuerbescheid oder Bescheinigung des Finanzamts in Steuersachen oder Nachweis der Umsatzsteuernummer

4. Beziffern Sie Ihre Liquiditätsschwierigkeiten bis Ende Mai 2020.
Die Höhe des Zuschusses hängt von der Höhe Ihres Liquiditätsbedarfs ab. Sie werden gebeten, Ihren Bedarf zu benennen. Ein Liquiditätsbedarf liegt dann vor, wenn die vorhandenen liquiden Mittel nicht ausreichen, um die kurzfristigen Verbindlichkeiten aus dem fortlaufenden erwerbsmäßigen Sach- und Finanzaufwand des Unternehmens (bspw. Mieten, Personal, Kredite für Betriebsräume, Leasingraten) zu zahlen (Liquiditätsengpass).
Außerdem darf dieser Liquiditätsengpass nicht mit Hilfe von Entschädigungsleistungen, Versicherungsleistungen, Steuerstundungen, sonstigen Eigen- oder Fremdmitteln oder sonstigen Liquiditätsmaßnahmen ausgeglichen werden können. Es wird kein detaillierter Nachweis Ihrerseits erforderlich sein. Sie müssen glaubhaft machen, dass Sie nach dem 11. März 2020 durch die Auswirkungen des Corona-Virus in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind, die ihre Existenz bedrohen. Das ist insbesondere der Fall, wenn - Ihr Umsatz- bzw. Honorarrückgang im zurückliegenden Monat um mindestens 50 Prozent verglichen mit dem durchschnittlichen monatlichen Umsatz (bezogen auf den aktuellen und die zwei vorangegangenen Monate) im Vorjahr (bei Gründungen im Vergleich zum Vormonat) zurückgegangen ist oder - mehr als die Hälfte der Aufträge aus der Zeit vor dem 1. März durch die Krise weggefallen sind. Sie müssen den Umsatz- Honorar- oder Auftragsrückgang bei der Antragsstellung nicht weiter nachweisen.


Allgemeine Informationen zur Förderlogik

Finanzielle Mittel Zuschüsse als Soforthilfe für Solo-Selbstständige und
Kleinunternehmen (<30 Beschäftigte)

Im Rahmen der Unterstützungsleistungen von Bund und Land werden verlorene Zuschüsse gewährt. Die Zuschüsse für Betriebe bis 10 Mitarbeiter aus dem Bundesprogramm werden mit Darlehen aus dem "Zukunftsfonds Starke Wirtschaft Rheinland-Pfalz" ergänzt. Für Betriebe zwischen 11 und 30 Mitarbeitern gibt es ein Kreditprogramm, das durch einen Zuschuss aus dem Landes-Zukunftsfonds ergänzt wird (Details siehe unten).

Kreditprogramme
Bereits bestehende Förderprogramme wurden aufgeweitet und vereinfacht. Für die Inanspruchnahme dieser Programme ist der Weg über die Hausbank erforderlich. Sprechen Sie Ihren Firmenkundenberater direkt an! Die Kreditgewährung der Förderprogramme der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) und der KfW-Bankengruppe findet in Abstimmung mit den Hausbanken statt (Details siehe unten).

Kurzarbeitergeld
Unternehmen mit Beschäftigten können Kurzarbeitergeld beantragen. Antragannehmende Stelle ist die Agentur für Arbeit in Koblenz bzw. Mayen. Betriebe, die bereits einen Kontakt zum Arbeitgeberservice haben, wenden sich bitte direkt an Ihren Ansprechpartner. Für alle anderen Unternehmen ist die Servicehotline der Agentur für Arbeit die erste Anlaufstelle

Versuchen Sie, zu den großen Fixkosten individuelle Regelungen zu finden, wie beispielsweise Stundungen von Mietzahlungen und Kreditraten, das Aussetzen von Leasingraten etc.

Steuer
Für Unternehmen besteht die Möglichkeit zur zinslosen Stundung von Steuerzahlungen. Auch eine unkomplizierte Absenkung von Vorauszahlungen ist möglich. Seit dem 25.03.2020 können Unternehmen auf Antrag die Sondervorauszahlung auf die Umsatzsteuer für das Jahr 2020 auf Null senken lassen.
Entsprechende  Pressemitteilung.
Bitte wenden Sie sich in Bezug auf steuerliche Hilfsmaßnahmen an das zuständige Finanzamt. Außerdem wurde für von der Corona-Krise betroffene Unternehmen die Insolvenzantragspflicht bis zum 30. September ausgesetzt.

Detaillierte Informationen zu den Schutzschirmen

auf einen Blick Soforthilfen für Solo-Selbstständige und Kleinunternehmen
(Anträge für den Bundes-Zuschuss können bei der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) gestellt werden. Eine Beantragung der Sofortdarlehen des Landes ist über die Hausbank zu einem späteren Zeitpunkt möglich.)

Selbstständige und Unternehmen mit bis zu 5 Beschäftigten:
- 9.000 Euro Zuschuss aus dem Bundesprogramm (Antrag bei ISB)
- 10.000 Euro Sofortdarlehen des Landes bei Bedarf (Antrag bei Hausbank) = insgesamt 19.000 Euro

Unternehmen von 6 bis 10 Beschäftigten:
- 15.000 Euro Zuschuss aus dem Bundesprogramm (Antrag bei ISB)
- 10.000 Euro Sofortdarlehen des Landes bei Bedarf (Antrag bei Hausbank) = insgesamt 25.000 Euro

Unternehmen von 11 bis 30 Beschäftigten:
- bis zu 30.000 Euro Sofortdarlehen des Landes zzgl. eines Landes-Zuschusses über 30% der Darlehenssumme (Antrag über Hausbank, Zuschuss ohne Darlehen nicht möglich) = insgesamt bis zu 39.000 Euro Soforthilfe.
Alle Sofortdarlehen verfügen über eine Laufzeit von sechs Jahren und sind bis Ende des Jahres 2021 zins- und tilgungsfrei.

Quelle: https://www.wfg-myk.de/Wirtschaftsfoerderung/Coronavirus/



www.kurzlink.de/MykWirtschaftCorona


https://isb.rlp.de/home/detailansicht/unterstuetzung-von-kmu-auch-in-krisenzeiten.html

https://www.wfg-myk.de/Wirtschaftsfoerderung/Coronavirus/

Weitere Informationen sind in Vorbereitung und folgen!


Ministerium der Finanzen                              

                                                                                                    Mainz, den 11. März 2020

Rheinland-PfalzSteuerliche Maßnahmen für vom Corona-Virus betroffene UnternehmenInfolge der weltweiten Ausbreitung des Corona-Virus kommt es zunehmend in bestimmten Branchen wie zum Beispiel dem Messebau und der Touristikbranche sowie insbesondere dem Hotelgewerbe zu erheblichen Ertragseinbußen. Gleiches gilt für Unternehmen, deren Lieferkette unterbrochen wird. Es stellt sich die Frage, inwieweit Unternehmen durch steuerliche Maßnahmen geholfen werden kann.Nach den allgemeinen Vorschriften des Steuerrechts kommen die Herabsetzung von Vorauszahlungen sowie Billigkeitsmaßnahmen in Betracht wie zum Beispiel Stundung oder Erlass der Steuerforderung oder Vollstreckungsaufschub. Dabei handelt es sich um Ermessensentscheidungen des Finanzamts.


1. Maßnahmen im Einzelfall

a) Anpassung der VorauszahlungenDie von den Gewinneinbußen betroffenen Unternehmen können unter Darlegung ihrer Verhältnisse Anträge auf Anpassung der Vorauszahlungen auf die Einkommensteuer (Körperschaftsteuer) stellen. Es genügt, wenn die Unternehmen ausgehend von den Gewinneinbrüchen seit Jahresbeginn und der Gewinnerwartung für den weiteren Verlauf des Jahres die voraussichtliche (geringer als erwartete) Einkommensteuer-/Körperschaftsteuerschuld für den Veranlagungszeitraum 2020 glaubhaft machen. Diese Anträge können die Finanzämter nicht deshalb ablehnen, weil die Unternehmen den voraussichtlichen Gewinn des laufenden Wirtschaftsjahres noch nicht im Einzelnen nachweisen können.

b) Stundungsmaßnahmen
Betroffene Unternehmen können sich unter Darlegung ihrer gesamten wirtschaftlichen Situation mit Anträgen auf Stundung von Ertragsteuern an das für sie zuständige Finanzamt wenden. Bei der Nachprüfung der Voraussetzungen für Stundungen sind keine strengen Anforderungen zu stellen.Auf die Stundungszinsen kann im Einzelfall ganz verzichtet werden, wobei die betroffenen Unternehmen von einer großzügigen Anwendung des Ermessenspielraums durch die Finanzämter ausgehen können.

c) Vollstreckungsmaßnahmen

Wird dem Finanzamt aufgrund Mitteilung des Vollstreckungsschuldners oder auf andere Weise bekannt, dass der Vollstreckungsschuldner unmittelbar und nichtunerheblich betroffen ist, kann von Vollstreckungsmaßnahmen bei allen rückständigen oder bis zu diesem Zeitpunkt fällig werdenden Ertragsteuern abgesehen werden. In den betreffenden Fällen können die verwirkten Säumniszuschläge für diese Steuern erlassen werden. Im Einzelfall wird das Ermessen von den Finanzämtern großzügig angewandt.


2. Bundesweit beabsichtigte steuerliche Maßnahmen

Das BMF hat am 11. März 2020 das Abstimmungsverfahren mit den Ländern für einen Erlass zu den bundesweit abzustimmenden Maßnahmen eingeleitet. Dieser Erlass beinhaltet neben den vorstehenden Maßnahmen bundesweit einheitlich anzuwendende ermessenlenkende Weisungen an die Finanzämter. Das Abstimmungsverfahren soll bis zum 18. März 2020 beendet sein, so dass mit einer zügigen Veröffentlichung zu rechnen ist.

ISB Steuerliche Maßnahmen 11.03.2020
 
Cookies optimise the provision of our services. By using our services you agree that we use cookies.
"OK"