Lange galt der Eifelvulkanismus als erloschen. Seit den 1980ern gibt es daran jedoch erste Zweifel. Und spätestens seit der Entdeckung tieffrequenter Erdbeben in der unteren Erdkruste und dem oberen Erdmantel unter der Osteifel ist klar: Unter dem Laacher See gibt es ein aktives magmatisches System und darauf hat der Erdbebendienst Südwest – obgleich ein Vulkanausbruch in absehbarer Zukunft unwahrscheinlich ist – ein wachsames Auge.
Der Vortrag fokussiert auf den Ausbau des seismologischen Messnetzes in den letzten zwei Jahrzehnten, vom damaligen Standard zur heute hochempfindlichen Echtzeitüberwachung. Die neuen Möglichkeiten und bisherigen Entdeckungen werden ebenso aufgezeigt wie die technischen, wissenschaftlichen und behördlichen Abläufe beim Erdbebendienst Südwest im Falle tektonischer oder potenziell magmatischer Erdbeben.
Der Erdbebendienst Südwest ist der Verbund der Landeserdbebendienste von Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Die technischen und wissenschaftlichen Aufgaben im Erdbebendienst Südwest sind beim Landeserdbebendienst Baden-Württemberg in Freiburg konzentriert. Behördliche Belange, Öffentlichkeitsarbeit und Beratung verbleiben bei den jeweils zuständigen Landesdiensten.
