Beratungen zum Basaltlavatagebau und mehr

Für den Basaltlavatagebau „Niedermendig 389“ der „Mendiger Basalt Schmitz Naturstein GmbH & Co. KG – als Unternehmen der Holcim Deutschland Gruppe –   hat das Unternehmen beim Landesamt für Geologie und Bergbau (LGB) im Juni 2026 einen neuen Hauptbetriebsplan mit einer Laufzeit von acht Jahren beantragt.

Nach der Vorstellung des beantragten Hauptbetriebsplans durch Thomas Liersch und Dominik Heinz trug, der von der Stadt Mendig beauftragte, Rechtsanwalt Dirk Teßmer von der Frankfurter Kanzlei PNT Partner Einwendungen und Bedenken der Stadt vor. Im Vergleich zum bisherigen Zulassungsstand sehe der neue Hauptbetriebsplan eine Erweiterung der Tagebaufläche um rund 9,6 Hektar vor. Bis auf 20 Meter Abstand rücke der Abbau zu den kartierten Hohlräumen heran, der zudem tiefer als bisher ausfallen würde.  In diesem Zusammenhang verwies Teßmer unter anderem auf die Standsicherheit der untertägigen Hohlräume. Die Sicherung hänge an einem noch nicht eingereichten Sonderbetriebsplan, dessen Erstellung mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden sei. Es sei nicht verantwortbar, über einen gegebenenfalls mehrjährigen Zeitraum ein Voranschreiten des Abbaus zuzulassen, bevor der für die Gewährleistung von Sicherheit nötige Stützwall nicht oder nur teilweise vorhanden sei. Als weitere Problembereiche hatte der Fachanwalt Aussagen über Lärm- und Staubemissionen, das Grundwasser und den Trinkwasserschutz, Denkmalschutz, Natur- und Artenschutz sowie kommunale Belange ausgemacht. Die Bedenken würden dem Landesamt für Geologie und Bergbau übermittelt, damit, so Teßmer, ein neuer Hauptbetriebsplan „sicher und für die Belange der Stadt“ zugelassen wird.  Der Stadtrat votierte aufgrund erheblicher Bedenken einstimmig für diese Vorgehensweise.

Darüber hinaus ging es um die Vorstellung der Ausführungsplanung der Straßenerneuerung „In den Mühlwiesen“ durch Oliver Karst vom Ingenieurbüro Karst. Für den ersten von zwei geplanten Bauabschnitten – „Alter Beller Weg“ bis „Im Hostert“ – schätzt das Ingenieurbüro die Kosten auf 565.418,98 Euro. Da die Straße „In den Mühlwiesen“ als verkehrswichtige innerörtliche Straße gilt, war der Antrag der VG-Verwaltung auf Förderung erfolgreich. Das Land hat einen Zuschuss in Höhe von 85.000 Euro bewilligt. Mit dem Bau soll im November des Jahres begonnen werden. Die Fertigstellung ist für den Sommer 2027 geplant. Die Entscheidung fiel einstimmig.

Ein weiterer einstimmiger Beschluss macht eine Schachtsicherung am Lava-Dome möglich. Die Pflasterfläche über einem verfüllten Schacht aus dem historischen Altbergbau ist immer wieder leicht abgesackt, sodass das Pflaster bereits mehrfach angehoben werden musste. In Abstimmung mit dem Landesamt für Geologie und Bergbau soll der Schacht mit Hilfe einer Betonplatte dauerhaft gesichert werden.

Der Stadtrat machte zudem den Weg für ein Parkhaus der VR Bank RheinAhrEifel – statt Parkplätzen – in der Straße „VR-Campus“ frei. Perspektivisch wolle die Bank dort auch ein zweites Parkhaus errichten.