Ein neues Schulzeitalter beginnt

Rund 80 ABC-Schützen werden in der Mendiger Grundschule das Angebot der Ganztagsschule für mindestens ein Jahr wahrnehmen, denn der Besuch ist für das angemeldete Schuljahr Pflicht. Die Ganztagsschule endet jeweils um 16 Uhr. Dabei werden nach dem Mittagessen zunächst Lehrkräfte eine Lernzeit rund um die Hausaufgaben betreuen, ehe Honorarkräfte Spiel- und Projektangebote mit den Kindern gestalten. Der Lehrstoff wird übrigens nur während der regulären Schulzeit vermittelt und nicht in den Nachmittagsstunden. Der reale Start des Ganztagsschulangebots ist aber erst am Beginn der zweiten Schulwoche nach den Sommerferien, am 17. August. In der ersten Woche werden noch die organisatorischen Weichen gestellt und es steht die Einweisung der neuen Lehr- und Honorarkräfte an.

„In den vergangenen Jahren konnten wir das Angebot der ‚Familienfreundlichen VG Mendig‘ kontinuierlich ausbauen und mit der Ganztagsschule gehen wir den nächsten Schritt“, formuliert Jörg Lempertz, Bürgermeister VG Mendig den Aufbruch ins neue Schulzeitalter. Darüber hinaus bestehen weiter die Angebote der Betreuenden Grundschule und die Möglichkeit des Besuchs des Hortes. „Natürlich werden Kinder nach Schulschluss auch nach Hause gehen oder abgeholt werden. Es ist letztlich diese Vielfalt, die unser Angebot an die Familien mit Blick auf den Schulbesuch ausmacht und damit die Vereinbarkeit von Familie und Beruf in den Fokus rückt. Ein besonderer Dank gebührt der Schulleitung und dem gesamten Lehrer-Team der Grundschule Pfarrer Bechtel, die mit sehr großem Engagement diese Herausforderung fristgerecht gemeistert haben“, betont Jörg Lempertz.

Zur Abrundung des Ganztagsschulangebots starten noch umfangreiche Baumaßnahmen. Für den Bau einer Mensa und der Schaffung eines größeren Raumangebots sind im Moment die Planungsleistungen europaweit ausgeschrieben.  Die zuwendungsfähigen Kosten der Investition wurden von der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) auf 4.291.997,50 Euro festgesetzt. Die sich daraus ergebende Fördersumme des Landes beläuft sich auf 3.004.398 Euro. Hierbei handelt es sich um Bundesmittel, die zeitnah zur Verfügung stehen. Der Landkreis Mayen-Koblenz beteiligt sich mit einer Förderung in Höhe von 6,5 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten an dem Projekt, das heißt mit 278.979,83 Euro. Somit verbleiben bei der Verbandsgemeinde als Schulträger rund eine Million Euro.