Klimaspaziergang rückte Klimaanpassung in den Fokus

Bei dem Spaziergang ging es darum, die Auswirkungen des Klimawandels direkt vor Ort zu entdecken und Möglichkeiten der Klimaanpassung kennenzulernen. Klimaanpassung bezeichnet, laut Umweltbundesamt, übrigens alle Maßnahmen, mit denen Menschen, Kommunen und Unternehmen auf die Folgen des Klimawandels reagieren

Der Ortstermin zur Klimaanpassung wurde in Bell von Carina Nikolay und Julia Simon vom Klimaanpassungsmanagement der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz sowie von Jürgen Zinken von der Verbandsgemeinde Mendig organisiert und durchgeführt.

Nach der Begrüßung durch die 1. Beigeordnete der Ortsgemeinde Bell, Susanne Wagner, rückten im Rahmen des Klimaspaziergangs Temperaturunterschiede zwischen unterschiedlichen Oberflächen in den Fokus. Dabei wurde deutlich: Versiegelte Flächen erwärmen sich stärker, während Begrünung und Beschattung für angenehmere Temperaturen sorgen können. Dieser Effekt war sogar bei mildem und keinesfalls heißem Wetter erkennbar.

Auch die Gefahr durch Starkregen wurde thematisiert. Die Teilnehmenden aus Bell berichteten von vergangenen Starkregenereignissen und welche Maßnahmen bereits gegen Gefahren unternommen wurden. Im Mittelpunkt stand neben dem praktischen Sammeln von Eindrücken vor allem der offene Austausch. Gemeinsam wurden Erfahrungen und Beobachtungen diskutiert, welche Maßnahmen sich vor Ort umsetzen lassen, welchen Nutzen sie bringen und mit welchem Aufwand sie verbunden sind.

Der Klimaspaziergang machte, so die Organisatoren, deutlich: Klimaanpassung ist kein Thema, das weit entfernt stattfindet, sondern es beginnt direkt vor der eigenen Haustür. Gemeinsam können Kommunen und Bürgerinnen und Bürger dazu beitragen.